Gitarrenverstärker Test

In unserem Artikel zum Gitarrenverstärker Test stellen wir euch umfangreiche Informationen zu Verstärkern*, deren Bauarten und Besonderheiten sowie Kaufempfehlungen vor. Dies alles dient nur einem Zweck: gitarrensaiten-test.de möchte euch bestmöglichst bei der Auswahl eines Verstärkers unterstützen.

Was ist ein Gitarrenverstärker?

Gitarrenverstärker Test Marshall

Der Marshall JVM410H Röhrenverstärker bietet mit 100 Watt Leistung einen hervorragenden Klang / Bildquelle: Amazon Partnerprogramm

Wenn man an Gitarren denkt, dann kommen einem auch oft Gitarrenverstärker in den Sinn. Doch was sind Gitarrenverstärker eigentlich? Es gibt Gitarrenverstärker sowohl für elektrische Gitarren, als auch für Akustikgitarren. Im Großen und Ganzen ist ein Verstärker dazu da, den Klang einer Gitarre zu verstärken. Der Verstärker ist ein elektrisches Gerät, an den der Gitarrenabnehmer ein Signal absendet. Dieses Signal wird entweder über ein Kabel oder per Funk transportiert. Besonders in Verbindung mit einer elektronischen Gitarre ist der Gitarrenverstärker wichtig, da der Verstärker hier auch wesentlich zur Tonbildung beiträgt und nicht nur einen schon existierenden Ton klanglos verstärkt. Von vielen Musikern wird der Verstärker als Teil ihres Instruments betrachtet und spielt somit eine sehr wichtige Rolle, wenn es darum geht einem Song Ausdruck zu verleihen. Verstärker, die Verzerrungen (Distortion) hervorrufen können, werden auch gerne in der Pop-Musik benutzt, um verschiedenen Songs einen besonderen Klang zu verleihen.

 

Die Geschichte des Gitarrenverstärkers

Akustische Gitarren gibt es schon recht lange, doch da der Verstärker ein elektronisches Gerät ist, reicht die Geschichte des Gitarrenverstärkers nicht so lange zurück. In den 1930er Jahren, war das Prinzip, wie man durch Strom Töne erzeugt zwar schon bekannt, durch den Bau und die Nutzung von beispielsweise Phonographen, jedoch musste man für die Entwicklung von Gitarrenverstärkern noch einige Nachforschungen anstellen. George Beauchamp, ein Hawaiianischer steel-guitar Spieler, stellte sich aber der Herausforderung und nach Monaten voller Rückschläge hatte er es geschafft. Als er sich sicher war, dass sein entwickelter Verstärker funktionieren würde, beauftragte er Harry Watson, einen Gitarrenbauer, damit eine elektronische Gitarre zu bauen. Diese neue Gitarre bekam später den Spitznamen „Frying Pan„. Doch die Geburt des Verstärkers war keine leichte. Nicht nur, dass nur wenige Musiker zu der Zeit das Potential dieser neuen Geräte erkannten, sondern auch die große Depression ließ ihre Spuren. Geld war ein knappes Gut und so entschieden sich nur die wenigsten dazu in einen Verstärker zu investieren. Doch nicht nur die Menschen an sich hatten anfänglich Probleme mit der Neuentwicklung sondern auch das Patentamt. Das Patentamt konnte sich nicht entscheiden, ob es sich um ein elektrisches Gerät oder ein Instrument handelte. Das Glück war jedoch, dass die neue Gitarre, die „Frying Pan“, ohne den Verstärker nutzlos war und sich so beides nur zusammen verkaufte. In den 30er Jahren gründete Beauchamp, zusammen mit Adolph Rickenbacker die Firma Electro String Company, durch die auch beide neuen Geräte vertrieben wurden. Aber natürlich wurden die Verstärker im Laufe der Zeit immer weiter entwickelt, und immer besser. Rückblickend betrachtet, wirken die damaligen Verstärker zwar sehr schwach, dennoch ebneten sie den Weg zu den heutigen Verstärkern.

Die verschiedenen Bauarten im Gitarrenverstärker Test

Der heute gebräuchliche Verstärker wird in den verschiedensten Bauarten und -formen angeboten. Aufgrund der unterschiedlichen Anforderungen an einen Verstärker, die sich wiederum aus den verschiedenen Musikstilrichtungen und dem Gebrauch (Live-Musik oder Studiogebrauch) ergeben, stellen wir in der Folge die Bauformen vor.

Combo-Verstärker

Der Combo-Verstärker ist einer der ursprünglichsten Varianten der Verstärker. Bei einem Combo-Verstärker befindet sich sowohl die Elektronik als auch ein oder mehrere Lautsprecher im selben Gerät. Beides ist umfasst in einer gemeinsamen Hülle beziehungsweise Box. Die Combo-Verstärker gibt es natürlich in unterschiedlicher Größe und mit unterschiedlicher Leistungsstärke. Die Combos sind besonders praktisch zum Üben und für unterwegs. Diese Art von Verstärkern sind zum Beispiel: Fender Twin Reverb, Marshall Bluesbreaker, Vox AC30 uvm.

Hinweis: Die Leistungsstärke eines Verstärkers wird in Watt angegeben. Bei den gängigen Combos geht die Leistungsstärke bis zu 100 Watt. Diese Verstärker können problemlos auch live bzw. auf Konzerten eingesetzt werden und können einen großen Raum gut beschallen.

Topteil und Lautsprecher

Sind Lautsprecher und Verstärker von einander getrennt, dann nennt man es Topteil und Lautsprecher. Sind beide Teile stapelbar, so spricht man von Stacks. Ein Half-Stack ist hierbei ein Verstärker und ein Lautsprecher. Ein Full-Stack ist ein Verstärker und zwei Lautsprecher. Diese Art von Verstärkern sind zum Beispiel: Marshall plexi, Mesa Boogie Mark VI uvm.

Hinweis: Der Vorteil bei Topteilen ist, dass man man verschiedene Topteile mit verschiedenen Lautsprecherboxen kombinieren kann. Es ist durchaus üblich, dass ein Topteil von Peavey mit einer Box von Vox gespielt wird. Der Variantenvielfalt werden damit keine Grenzen gesetzt. Übrigens: Lautsprecherboxen werden auch Cabinets (engl.: Gehäuse / Kasten) genannt.

Rack

In den meisten Verstärkern gehören Vor- und Endstufe zusammen, es gibt aber auch Varianten, in denen sie getrennt werden. In den so genannten Racks bilden Vor- und Endstufe jeweils eine eigene Einheit. Diese Art von Verstärkern sind zum Beispiel: Marshall JMP 1, Mesa Boogie Triaxis uvm.

Gitarrenverstärker Test: Die verschiedenen Verstärkerarten

Neben den verschiedenen Bauarten beziehungsweise -formen der Verstärker unterscheidet man auch noch nach der Art, wie das Signal verstärkt wird: so gibt es Röhren- und Transistorverstärker, die sich in ihrer Wirkungsweise unterscheiden.

Röhrenverstärker

In den Röhrenverstärkern werden Elektronenröhren zum Verstärken des Signals eingesetzt. Zwar werden Röhren in der Elektronik aus verschiedenen Gründen nicht mehr genutzt, aber bei Gitarrenverstärkern ist dies anders. Hier erfüllen sie aufgrund der besonderen Übertragungseigenschaften noch einen Sinn. Besonders wichtig ist hierbei das Verhalten der Röhre bei Übersteuerung. Sind die erzeugten Signale so stark, dass der Verstärker nicht mehr damit zurecht kommt, dann entstehen Verzerrungen des Signals. Bei verschiedenen Röhrenverstärkern lassen sich so verschiedene Verzerrungen erzeugen. Röhrenverstärker sind außerdem beliebt, da sie vermeintlich mehr Leistung bringen als andere bei selbem Energieaufwand. Dies ist allerdings umstritten und eher eine Sache der subjektiven Wahrnehmung. Zu dieser Art von Verstärkern gehören beispielsweise der Marschall JCM 800, der Mesa Boogie Dual Rectifier, der Fender Twin Reverb Combo oder auch der Hughes & Kettner TriAmp und Hughes & Kettner Grandmeister 36.

Transistor

Die Mehrheit der Transistorverstärker kommt heutzutage mit der so genannten MOSFET Schaltung zum Einsatz. MOSFET steht für Metall-Oxid-Halbleiter-Feldeffekttransistor und gehört damit zu den Feldeffektransistoren nur mit isoliertem Gate. Dazu kann man die Verstärker Marshall Lead 100 Mosfet, Roland Jazz Chorus JC120 und Orange Crush 30R zählen.

Simulator

Ein Simulatorverstärker wurde entwickelt, um die Leistungsfähigkeit eines Röhrenverstärkers zu simulieren und somit auch gleiche Leistungen zu erzeugen. Diese Simulation läuft über so genannte DSP’s, also Digitale Signalprozessoren, die durch mathematische Prozesse das Verhalten der Röhren imitieren. Mehr und mehr lösen die Simulatoren die alten Röhren Modelle ab, da Simulatoren flexibler sind und eine größere Klangvielfalt besitzen. Der Roland VGA-7, Hughes und Kettner Zentera, Line 6 Vetta und viele mehr gehören zu den Simulatorverstärkern.

Unsere Empfehlungen

In der nachstehenden Übersicht sind verschiedene Verstärkermodelle abgebildet, die wir empfehlen. Aber verschafft euch selbst einen besseren Überblick!

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